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Gülzower Dorfspatzen bauen und säen für Wildbienen

Gerade hat der UN-Weltbiodiversitätsrat seinen Bericht veröffentlicht, nachdem eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind – darunter auch viele Insekten. In Gülzow will man da nicht tatenlos zusehen: Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei (LFA) und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wandeln dieses Jahr einen Teil ihrer Grünflächen in insektenfreundliche Blühflächen um. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie letzte Woche durch die Gülzower Dorfspatzen. Die rund 50 Kinder aus dem benachbarten Kindergarten bauten an der Blühfläche eine Nisthilfe für Wildbienen in Form eines kleinen Sandwalls. „Rund 70 Prozent der in Deutschland heimischen Wildbienenarten bauen ihre Nester im Boden, sie brauchen unbewachsene, möglichst sandige Flächen in sonniger Lage“, erklärte Andreas Titze von der LFA. Die Wildbienen profitieren davon mehr als von den klassischen Insektenhotels.

Auch bei der Aussaat der Blühmischung halfen die Dorfspatzen mit. Nun hoffen alle Beteiligten auf ausreichend Regen, damit die Flächen bald bunt blühen. Die Dorfspatzen wollen dann regelmäßig gucken kommen, ob und wer in ihre Nisthilfen eingezogen ist.

Hintergrund:

Die FNR fördert im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums Forschungsprojekte zu nachwachsenden Rohstoffen, darunter auch solche für einen insektenschonenden und –fördernden Anbau von Energie- und Industriepflanzen. Die LFA als nachgeordnete Einrichtung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern betreibt angewandte Forschung für Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei.
Insekten spielen als Bestäuber zahlreicher Kulturpflanzen eine zentrale Rolle für Landwirte und Gärtner.

News 2019-21

Einige Kinder haben einen Tontopf mitgebracht, der später mit Sand befüllt wird und dann ebenfalls im Boden nistende Bienen und Hummeln anlockt. Foto: FNR/N. Paul
Einige Kinder haben einen Tontopf mitgebracht, der später mit Sand befüllt wird und dann ebenfalls im Boden nistende Bienen und Hummeln anlockt. Foto: FNR/N. Paul
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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
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