Pflanzen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Ackerbohnen und Blaue Lupinen

 

Nutzung von Leguminosenuntersaaten zur Senkung des N-Düngereinsatzes im Winterraps

Die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LFA) untersucht, ob und in welchem Maße sich mit den großkörnigen Leguminosen Ackerbohnen und Blaue Lupinen als Beisaat im Winterrapsanbau der synthetische Düngeraufwand und die damit verbundenen THG-Emissionen reduzieren lassen. Die Forscher wollen analysieren, wie gut der Raps den von den Leguminosen fixierten Stickstoff verwerten kann. Sie betrachten auch Effekte wie eine bessere Phosphorverfügbarkeit und die Unkrautunterdrückung durch Lupine und Ackerbohne. Erste Versuchsergebnisse aus Frankreich und Brandenburg deuten auf eine mögliche Einsparung von ca. 15 bis 30 kg N/ha hin.

Wirtschaftlich gesehen muss der Landwirt der Düngereinsparung zwar den Aufwand für das Leguminosensaatgut gegenüberstellen. Doch die niedrigeren THG-Emissionen könnten helfen, die ab 2018 verschärften EU-Vorgaben für Biokraftstoffe einzuhalten und den Rapsanbau so als wichtiges Fruchtfolgeglied für die Landwirtschaft zu erhalten. Das macht das neue Anbauverfahren auch ökonomisch interessant.

Leguminosen können in Symbiose mit Bodenbakterien Luftstickstoff fixieren, sie benötigen deshalb weniger synthetischen Stickstoffdünger. In Mischkulturen steht dieser fixierte Stickstoff potenziell auch dem Mischungspartner zur Verfügung – über im Boden verbleibende Erntereste sogar noch im nachfolgenden Frühjahr, wenn die Leguminosen selbst bereits abgefroren sind.  

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in der Projektdatenbank der FNR unter dem Förderkennzeichen 22401015

Blaue Lupine. © Luis Fernández García
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